1878 - 1911  Ära Franz Hermann Waldhecker

  • 1878

Franz Hermann Waldhecker heiratet Juliane Emilie Helpup

Durch die Einheirat in die Familie Helpup wurde Franz Hermann Waldhecker aus Patthorst bei Halle Besitzer des Kolonats und Kruges in der Bauerschaft Währentrup Nr. 10.

Vier Söhne und drei Töchter entstammen dieser Ehe.

 

Die Bilder von Emilie Helpup und Franz Hermann Waldhecker

hängen im Flur der Traditionsstätte Alter Krug Helpup.

 

1890 - Neue Entwicklungsphase im Wirtschaftsraum Helpup

  • Saalanbau "Alter Krug" für 500 Personen mit Gartenwirtschaft

Der Saalanbau für 500 Personen am Fachwerkbau und Schaffung einer Gartenwirtschaft  führte in den folgenden Jahrzehnten zu einer neuen und bedeutenden kulturellen Entwicklung im Wirtschaftraum Helpup.

In  verschiedenen Zeitepochen fanden im Saal bis in die 1970er Jahre Veranstaltungen statt.

Viele Zeitzeugen erzählen heute noch von Turnveranstaltung bis zum Neubau der "Turnhalle Am Kopphof", großen Bauernhochzeiten, Jubiläumsfeiern Alter Krug, Vereinsfesten, Konzerten, Kinovorführungen, Altenfeiern und vor allem aus der Rock und Beatzeit.

 

  • Erste Kegelbahn in Helpup

Als Neuheit wurde eine Kegelbahn längst der Saalfläche in Betrieb genommen.

Auf dem etwas gewölbten ca. 20 Meter langen Bahnhbrett wurden die schweren unterschiedlich großen Kegelkugeln ins Ziel gerollt. Die zu Fall gebrachten Holzkegel wurden dann von Kegeljungen wieder aufgestellt. Einige Zeitzeugen berichteten darüber mit großer Begeisterung (vor allem wenn Korrekturwünsche beim Ergebnis signalisiert wurden).

Für den Rücktransport der Kugeln diente ein holzverkleideter Hohlraum in der über einen halben Meter dicken Außenwand zum Garten.

 

 

Holzkegel

Höhe 45 cm

 

Kegelkugel

15 cm / 17 cm Durchmesser

 

 

Bahnbrett,

mehrere Kegelkugeln und Holzkegel sind noch vorhanden

 

 

 

 

 

 

 

Grundlage Ära Carl und Anna Waldhecker ab 1912

  • 31.12.1911 - Auszug aus der Feuerversicherung Alter Krug

Im Versicherungsschein vom 31.12.1911 der Schlesischen Feuerversicherungs-Gesellschaft ist u. a.  zu lesen:

"In, auf oder über dem Backofen dürfen Feuerungsmaterial oder andere brennbare Gegenstände nicht getrocknet werden. Die Lagerräume für Heu und Stroh sowie Spirituosen dürfen niemals mit offenem Licht betreten  und darf in denselbigen nicht geraucht werden. Die Beleuchtung der Gastwirtschaftsräume und des Saales erfolgt durch selbsterzeugtes Acetylengas,  während die Beleuchtung der übrigen Räume durch Petroleumlampen erfolgt. Die Giltigkeit der Versicherung ist dadurch bedingt, dass theatralische Aufführungen, sei es von Schauspielern oder Dilettanten auf der Bühne bezw. in dem Saal nicht stattfinden.

Es wird zur Bedingung gemacht, dass die Verordnung des Staatsministerium von Lippe-Detmold vom

23. September 1905 bestreffend die Herstellung Aufbewahrung und Verwendung von Acetylen, sowie die Lagerung von Carbid in allen Punkten genau beobachtet wird."

 

 

Gruss aus Helpup

 

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© August Rettig