Eine Familie schreibt Geschichte Ursprung Krug Helpup
Eine Familie schreibt GeschichteUrsprung Krug Helpup            

Neue Epoche Alter Krug

Beginn Ära Waldhecker

1878

Franz Hermann Waldhecker

heiratet Juliane Emilie Helpup

Durch die Einheirat in die Familie Helpup wurde Franz Hermann Waldhecker aus Patthorst bei Halle Besitzer des Kolonats und Kruges in der Bauerschaft Währentrup Nr. 10.

Vier Söhne und drei Töchter entstammen dieser Ehe.

Die Bilder hängen im Flur der Traditionsstätte Alter Krug Helpup

Saalanbau mit Gartenwirtschaft

Mit dem Saalanbau für fünfhundert Personen und Schaffung einer Gartenwirtschaft wurde eine neue Entwicklungsphase im Wirtschaftsraum Helpup für die kommenden Jahrzehnte angeschoben.

In den verschiedenen Zeiträumen fanden im Saal bis in die 1970er Jahre große Bauernhochzeiten , Turnveranstaltungen, Tanzveranstaltungen, Theateraufführungen, Konzerte, Kinoveranstaltungen, Vereinsfeste Versammlungen usw. statt.

Erste Kegelbahn in Helpup

Als Neuheit wurde eine Kegelbahn längst der Saalfläche in Betrieb genommen. Auf dem etwas gewölbten ca. 20 Meter langen Bahnhbrett wurden die schweren unterschiedlich großen Kegelkugeln ins Ziel gerollt.

Die zu Fall gebrachten Holzkegel wurden dann von Kegeljungen wieder aufgestellt. Einige Zeitzeugen berichteten darüber mit großer Begeisterung (vor allem wenn Korrekturwünsche beim Ergebnis signalisiert wurden). Für den Rücktransport der Kugeln diente ein holzverkleideter Hohlraum in der über einen halben Meter dicken Außenwand zum Garten.

 

 

Holzkegel

Höhe 45 cm

 

Kegelkugel

15 cm / 17 cm Durchmesser

 

 

 

 

Bahnbrett,

mehrere Kegelkugeln und Holzkegel sind noch vorhanden

Anfang 20. Jahrhundert

31.12.1911 - Auszug aus der Feuerversicherung

In einem Auszug aus dem Versicherungsschein der Schlesischen Feuerversicherungs-Gesellschaft vom 31. Dezember 1911 ist unter anderem zu lesen:

"In, auf oder über dem Backofen dürfen Feuerungsmaterial oder andere brennbare Gegenstände nicht getrocknet werden.

Die Lagerräume für Heu und Stroh sowie Spirituosen dürfen niemals mit offenem Licht betreten und darf in denselbigen nicht geraucht werden.

Die Beleuchtung der Gastwirtschaftsräume und des Saales erfolgt durch selbsterzeugtes Acetylengas, während die Beleuchtung der übrigen Räume durch Petroleumlampen erfolgt.

Die Giltigkeit der Versicherung ist dadurch bedingt, dass theatralische Aufführungen, sei es von Schauspielern oder Dilettanten auf der Bühne bezw. in dem Saal nicht stattfinden.

Es wird zur Bedingung gemacht, dass die Verordnung des Staatsministerium von Lippe-Detmold vom 23. September 1905 bestreffend die Herstellung Aufbewahrung und Verwendung von Acetylen, sowie die Lagerung von Carbid in allen Punkten genau beobachtet wird."

1912

Beginn der Ära Carl und Anna Waldhecker

 

Kolonialwarenhandel - Bäckerei - Gastwirtschaft

In gemeinsamer Regie führten Carl und Anna Waldhecker ab 1912 den Familienbetrieb Alter Krug erfolgreich durch die Kriegswirren des ersten und zweiten Weltkrieges bis 1955.

  • Carl Waldhecker, geb. 25.08.1886

erlernte die Backkunst beim Conditormeister Carl Henning in Lage.

  • Ehefrau Anna Waldhecker, geb. 09.03.1889

erlernte die gehobene Küche als Hauswirtschafterin in einer Schlossküche in Westfalen und im Hotel Kaiserhof in Bielefeld.

 

 

 

 

 

23. Februar 1913

Handgeschriebene Rechnung von Carl Waldhecker für Lieferungen  von Backwaren, Brode, Brödchen, Kaffee und mehr, vor allem Spirituosen und Bier.

Interessant zu lesen

sind die damaligen Preise.

Gartenwirtschaft bis  1957

1913

Großes Instrumental-Konzert im Alten Krug in Helpup.

Anlässlich dieser Großveranstaltung wurden im Alten Krug rund 500 Plätze im Haus und 500 Plätze im Außenbereich bereitgestellt.

In großen Scharen strömten die Menschen vom Bahnhof Helpup in Richtung Alter Krug, um an diesem einmaligen Pfingstkonzert teilzunehmen. Zeitzeugin Anna Waldhecker sowie Tanta Anna vom Räkerhof (Schwester von Carl Waldhecker) erzählten Anfang der 1970er Jahre des Öfteren begeistert über dieses Großereignis

im Alten Krug.

 

Handgeschriebene Rezeptbücher in Sütterlinschrift

Sechs handgeschriebene Rezeptbücher mit 659 Rezepturen über Back- und Kochkunst wurden überliefert und liegen heute noch als Dokumentation vor.

 

 

Die überwiegend in Sütterlin  geschriebenen Bücher und Schriften wurden 2014 von Gisela und Dirk Wulfkühler aus Lage-Hagen wortwörtlich in lateinische  Schrift übertragen.

Viele dieser Rezepturen bilden bis in die heutige 14. Generation eine wichtige Grundlage in der kulinarischen Ära im Gasthaus Alter Krug Helpup.

1918 bis Ende der 1930er Jahre

Goldenen Zwanziger Jahre

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Ein Ruf wurde zum Namen

Helpup

So könnte es seinerzeit ausgesehen haben

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© August Rettig