Eine Familie schreibt Geschichte Ursprung Krug Helpup
Eine Familie schreibt GeschichteUrsprung Krug Helpup            

Helpup 1918 bis Ende der 1930er Jahre

 

Geldentwertung

von 1918 bis 1923

Hyperinflationsjahr 1923

Reichsbanknote

vom 15. Oktober 1923

Goldenen Zwanziger Jahre

1924 bis zur Weltwirtschaftskrise 1929

Veränderungen im Ortskern Helpup

Die weltweiten "Goldenen Zwanziger Jahre"  machten sich nach den krisengeschüttelten Jahren davor auch in Helpup bemerkbar.

Insbesondere in den Jahren 1926 bis 1928 veränderte sich das Ortsbild Helpup durch zahlreiche Neubauten entlang der Dorfstraße.

1926 / 1927 - Umbau und Neugestaltung Alter Krug

Carl und Anna Waldhecker bauten die Gastwirtschaft und Kolonialwarenhandlung in den Jahren 1926 und 1927 umfangreich um. Die Diele mit Pferdeställen, Teile des Bodens im Fachwerkbau wurden umgebaut wie wir es noch heute unverändert vorfinden. Der Torbogen erinnert mit seiner Inschrift noch an die vergangenen Zeiten

1928 - Karl Waldhecker als 15-jähriger vor seinem Elternhaus

Das Bild hängt für Jedermann sichtbar auf dem Flur  in der Traditionsstätte   Alter Krug Helpup.

Wilhelm Rüter als ältester Zeitzeuge erinnerte sich 1990 auf der Jubiläumsfeier

-350 Jahre Name Helpup- noch sehr gut an die Entstehung des Bildes.

 

 

 

1928

Kirche  -  Alter Krug

Kruggarten

(heutiger Karlsplatz)

 

1929

Wohnhaus mit Backstube  und Laden Währentrup Nr. 103

1929  wurde  von Carl Waldhecker ein Wohnhaus mit Backstube und Laden direkt neben dem Kruggarten [heutiger Karlsplatz] gebaut.

Im Laden wurde das in der Backstube frisch gebackene Brot sowie Kuchen, insbesondere Torten, verkauft.

Das Haus und das ca. 900 qm große Grundstück wurde 1938 in Absprache mit der Reichsumsiedlungsgesellschaft in Schlangen an Frau Marie Poppe in Haustenbeck verkauft.

 

 

1930er Jahre

Wohnhaus mit Backstube

und Laden

Carl Waldhecker

Währentrup Nr. 103

 

Zeitzeugen berichten aus den 1920/30er Jahren

Anna Waldhecker, Wilhelm Rüter, August Unterkötter, Anna Räker, um nur einige zu nennen, erzählten in den 1970er Jahren des Öfteren noch begeistert von Erlebnissen aus dieser Zeit. Vor allem wenn besondere Gäste auf ihrer Anreise vom Bahnhof Helpup zum Gut Wistinghausen mit Kutschwagen  abgeholt wurden und zunächst im Alten Krug einkehrten. Ebenso über Kutscher mit ihren Pferdefuhrwerken bei der Anlieferung von Ware für die Kolonialwarenhandlung von Anna Waldhecker und nicht zuletzt über die ersten Motorräder und Autos.

Motorisierte Fortbewegung in den 1920/30er Jahren

 

 

 

Motorräder

waren in dieser Epoche schon des  Öfteren in Helpup

zu sehen

 

 

Autos

Eines der ersten Autos

vor dem Alten Krug

wurde von

Erich Dürkop

gesteuert.

 

Kolonialwarenhandlung - Laden - Alter Krug

Der gegenüber der Gaststube bereits vor dem Umbau vorhandene Laden für die Versorgung von Grundnahrungsmitteln und anderen Gebrauchsgütern des täglichen Bedarfs im Haushalt wurde von Anna Waldhecker in alter Tradition bis in die 1950er Jahre weitergeführt. Daher trägt dieser vordere Raum  bis in die heutige Zeit den Namen "Laden".

Zucker, Mehl, Salz, Milch und mehr wurde als lose Ware verkauft. Die Kunden brachten Behälter, Töpfe usw. von zu Hause mit.

Die Verkaufstheke mit zahlreichen Schubfächern ist noch vorhanden.

Täglich frische Milch

Milchhändler Kessemeier

lieferte täglich frische Milch

in großen Kannen von

Gut Wistinghausen an.

Das Gespann hielt sogar ganz von alleine am Alten Krug an.

 

Milchhändler Kessemeier

Bis  in die 1960er Jahre lieferte

Milchhändler Kessemeier täglich frische Milch in den Alten Krug.

Während die Pferde draußen warteten konnte Milchhändler Kessenmeier  in Ruhe

ein frisch gezapftes Bier genießen.

Amtssparkasse Oerlinghausen - Gemeindebüro

Im hinteren Teil des heutigen Restaurants war nach dem Umbau bis nach dem 2. Weltkrieg die Amtssparkasse Oerlinghausen untergebracht.

Ebenso hatte Albrecht Ober, Amtsvorsteher und Bürgemeister von Währentrup hier sein Büro.

1920er / 1930er Jahre - Schützenfeste in Helpup

Schützenfestfeier im Alten Krug

Gefeiert wurde im Saal, auf der Straße, im Garten und in der Kellerbar.

Zeitzeuge Maurermeister August Unterkötter als ehemaliger Schützenkönig und Zeitzeuge Wilhelm Rüter haben noch in den 1970er Jahren begeistert über mehrere Schützenfest berichtet.

Das Gesellschaftsleben wurde in den 20er /30er Jahren unter anderem stark vom "Schützenverein Helpup" geprägt. Zum  Ausschießen des Königs diente ein kleiner Schießstand am nordwestlichen Gartenrand auf dem Grundstück von Carl Waldhecker. Der Schießstand wurde Anfang der 1950er Jahre abgerissen.

 

 

 

Schützen im Anmarsch

Festumzug

Schützenverein Helpup

 

 

 

 

Festwirt

Carl Waldhecker

präsentiert

sich mit seiner Mannschaft

 

 

 

 

1938

 

Nach 30 Jahren -Schützenverein Helpup-

wurde in Zelten am Bahnhof 

am 9. und 10. Juli 1938

bei Rudolf Waldhecker

das letzte Schützenfest

in Helpup gefeiert.

1932 - Freibad "Vogel-Sang" am Haferbach

Die Badeanstalt wurde von Maurermeister Heinrich Unterkötter mit Hilfe von Mitgliedern des Helpuper Turnvereins und weiteren Mithelfern aus der Umgebung im Frühjahr 1932 gebaut. Tochter Bertha Unterkötter wurde Bademeisterin.

Zur Freude vieler Bürger und Bürgerinnen aus dem Gebiert Helpup, vor allem Kinder, wurde das Freibad 1932 eingeweiht.

Für Karl Waldhecker [schwarzer Badeanzug) war der fast täglich Besuch ein Genuss

Viele Zeitzeugen berichten begeistert von ihrem ersten Schwimmunterricht und von Erlebnissen in dem nicht immer sauberen Wasser auf schlammigen Untergrund.

Die Wasserqualität führte in den 1950er Jahren zur Schließung des Freibades.

1933 bis 1945 - Zeit des Nationalsozialismus

Ausser Aussagen von Zeitzeugen liegen dem Verfasser dieser Website keine Aufzeichnungen über Veranstaltungen und Ereignisse in Helpup aus der Zeit des Nationalsozialismus vor.

1945 - Nachkriegsepoche

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Ein Ruf wurde zum Namen

Helpup

So könnte es seinerzeit ausgesehen haben

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© August Rettig