Eine Familie schreibt Geschichte Ursprung Krug Helpup
Eine Familie schreibt GeschichteUrsprung Krug Helpup            

1945 - Nachkriegsepoche

 

Helpuper Bürger verhindern Kriegshandlungen

Dank einiger besonnener Helpuper Bürger im Bereich Kirche und Alter Krug gab es Ostern 1945 keinen großen Widerstand  beim Einmarsch Amerikanischer Soldaten mit Panzern.  Größere Kriegshandlungen zum Leidwesen der Bevölkerung wurden dadurch vermieden.

Familienangehörige des Alten Kruges wurden zuvor auf dem Räkerhof, Heerser Mühle Schötmar und auf Gut Wistinghausen untergebracht.

 

Start in eine neue Epoche

Amerikanische Soldaten besetzten im April 1945 das gesamte Anwesen "Alter Krug" für mehrere Monate. Die Rückgabe des Anwesens erfolgte in einem ordnungsgemäßen Zustand und war in der Nachkriegszeit für Flüchtlinge aus dem Osten, insbesondere aus Schlesien, eine wertvolle und unter anderem eine nachhaltige Bleibe.

Der Verfasser dieser Website kann Dank zahlreicher Ereignisse und Gespräche mit Zeitzeugen über eine jahrzehntelange Zeitepoche in den Nachkriegsjahren  eine Rückschau halten.

 

1946 - Schauturnen im Saal als Auftakt in eine neue Ära

Nach und nach normalisierte sich das Leben wieder in Helpup.

Trotz vieler Sorgen und Nöte wurde im Laufe der Nachkriegsahre das Gesellschafts- und Vereinsleben neu belebt. Bereits Ostern 1946 fand im Saal des Gasthauses "Alter Krug" das erste Schauturnen des Sportvereins "Turn- und Sportlust Helpup von 1911 e.V." statt. Mit großer Begeisterung wurde der Grundstock für die weitere Entwicklung des Sportvereins geschaffen.

 

1947 - Neugründung Volkschor Helpup

Nach der Auflösung 1933 erfolgte 1947 im Alten Krug die Neugründung des gemischten Chors "Volkschor Helpup"

 

21. Januar 1947 - Nachkriegsordnung in Lippe

Der ehemalige Freistaat Lippe wird am 21. Januar 1947 mit der Militärverordnung 77 der britischen Militärregierung als dritter Landesteil neben Rheinland und Westfalen in das Land Nordrhein-Westfalen eingegliedert.

1949

Es wurde gerufen:

"Auf nach Helpup!"

 

Bezirksziegenschau

im Alten Krug

Diese Veranstaltung hat zum Beispiel Bärbel Rettig

(geb. Waldhecker) aus ihrer Kindheit als Zeitzeugin  noch in Erinnerung, vor allem den Geruch der Ziegenböcke.

 

Das Plakat liegt noch als Original vor und ist ein Geschenk von Friedel Heißenberg aus Mackenbruch.

Kinofilme im Alten Krug

Mit Hilfe eines Laufbildprojektors im Fremdenzimmer über dem Vorsaal wurden die aufgezeichneten Bildstreifen auf die aufgestellte Bildwand vor der Bühne im Saal projektiert.

 

Zeitzeugen berichten von Filmen wie "Rommel der Wüstenfuchs", "Grün ist die Heide", "Im weißen Rößl", um nur einige Filme zu nennen.

Neue Geschäfte im Ortskern Helpup

Nach dem Abriss des Schießstandes und Beseitigung des ehemaligen Braubrunnens an der nordwestlichen Seite des Kruggartens entlang der Grundstücksmauer, wurden hier Anfang der 1950er Jahre zwei Geschäftshäuser gebaut. Für die Zufahrt wurde entlang der nördlichen Grundstücksgrenze des ehemaligen Kruggartens ein Wegerecht bis zur Bahnhofstraße eingetragen.

Der ehemalige Kruggarten (heutiger Karlsplatz) wurde im Laufe der Jahre mit Schotter aufgefüllt und wird seit dem als Park- und Veranstaltungsplatz genutzt.

1952 - Schlachterei Wilhelm Sieveke

Auf dem ehemaligen Gelände des Schießstandes baute Schlachtermeister Wilhelm Sieveke eine  Schlachterei mit Verarbeitungsräumen und Laden. Geschlachtet wurden nur Schweine aus heimischer Region von persönlich bekannten Höfen. Im Laden wurden dann die Fleisch- und Wurstwaren bis Ende der 1990er Jahr verkauft.

1953 - Hutgeschäft Rudolf Biermann

Als zweites Geschäft eröffnete Rudolf Biermann sein Hutgeschäft mit hochwertigen Hüten auf dem Gelände des ehemaligen Braubrunnens der Traditionsstätte Alter Krug.

Nach dem Tod der Eltern versorgt nunmehr Helga Biermann-Wrona mit unverändertem Angebot ihre Kunden. Hervorzuheben ist dabei die Ausrüstung der Schützenvereine rund um Helpup mit Schützenhüten, insbesondere aber mit Schützenfedern.

1955 - Alter Krug - Hutgeschäft Biermann

Ära Karl Waldhecker

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Ein Ruf wurde zum Namen

Helpup

So könnte es seinerzeit ausgesehen haben

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© August Rettig