Eine Familie schreibt Geschichte Ursprung Krug Helpup
Eine Familie schreibt GeschichteUrsprung Krug Helpup            

Bessere Zeiten - Neuer Schwung

18. und 19. Jahrhundert

Abgaben ab Mitte des 18. Jahrhundert an die Regierung

Die Freiheit von allen möglichen Lasten, mit denen damals so viele Städte belegt waren, hat natürlich für den Krüger nicht immer bestanden. Ab Mitte des 18. Jahrunderts erhob die Regierung von dem Bier- und Branntweinausschank eine jährliche Steuer von 7 Thalern, die 1789 auf 10 Thaler erhöht wurde. 1864 wurden dies 10 Thaler-Gold in 11 Thaler Courant umgerechnet.

 

Saalbuch von 1780 - Besitztum Nr. 10 des Krügers Helpup

Dem Krüger ging es langsam wieder besser. Das "Saalbuch von 1780" besagt über das Besitztum Nr. 10 des Krügers Helpup:

Nr. 10 Helpup besitzt:

1. Gebäude: ein Wohnhaus, eine Leibzucht / Hofraum und Hude

2. Gärten: auf dem Kampe an der Westerheide

3. Ländereien: einen Kamp in der Westerheide, auf dem Stukenlande, auf dem  mittelsten Stukenlande, auf dem Kortenlande, in der Osterheide, ein Teil eines Weges

4. Wiesen: im Kampe, in der Osterheide

5. Eine erbliche Kruggerechtigkeit

6. "Prästiert" (hat Abgaben zu entrichten)

der Landesherrschaft: den Petrischatz 13 Sgr. 7 Pfg. und 1 Krugthaler für die Kruggerechtigkeit im Brauen und Brennen und solches im Haus zu versellen. Dem Küster die Pflicht ...

Zu allen Besitzungen liegen noch die genauen Flächenmaße vor

 

 

 

Stammhaus

Krug Helpup

Bauerschaft Währentrup Nr. 10

1829 /1830

Entstehung Fachwerkbau Alter Krug

Mit dem Privileg "Kruggerechtigkeit" wurde die Grundlage für die zukünftige "Krugwirtschaft" geschaffen.

Auf dem Besitztum Währentrup Nr. 10 wurde in den Jahren 1829 / 1830 der heutige Fachwerkbau "Alter Krug" gebaut, ein Fachwerkbau unter einem Krüppelwalmdach mit zwei Dielentore. Auf der Diele wurde durch die Luke  Heu und Stroh auf den Dachboden gereicht. Kaufleute und Handwerker konnten  auf der Diele mit Pferdestall ihre Pferde und Ware unterbringen.

 

 

 

Fachwerkbau ab 1830

Alter Krug

Bauerschaft Währentrup Nr. 10

Dielentür - Torbogen

Der Torbogen wurde mit kunstvollem Schnitzwerk eine Zierde des Hauses und ein Prüfstein für handwerkliches Können. Der geschnitzte Drachen/Drachenkopf  ist  Schatzhüter und Symbol für Bewahrung des Hauses gegen Feind und allerei Ungemach. Rose und Stern ist ein Bekenntnis als Wappenzeichen für den Landesherren.

 

Im Torbogen stehen die Worte:

ANNO 1829 LIESSEN DIESEN BAU ANFANGEN: FRIEDRICH AUGUST HELPUP UND HANIA ALTHOFS AUS KACHTENHAUSEN -

DURCH BEIDE IM JAHRE 1830 FORTGESETZT BIS ZUM 3 TEN JULI -

WO DER TOD SIE TRENNTE: BEENDIGET  AM 3 TEN AUGUST DURCH DEN ZURÜCKGEBLIEBENEN WITWER:

"DIE WEGE DES HERRN SIND WUNDERBARLICH  ICH HOFFE -

ER FÜHRT ES ZUM BESTEN HINAUS"

M.S.M. STRATE

Karl August Helpup - Franz Hermann Waldhecker 

Der Sohn des Erbauers, der Wirt Karl August Helpup, ist noch im alten Haus am 8. Oktober 1821 geboren. Er war der letzte Wirt mit dem Namen Helpup. Seine Tochter Juliane Emilie Helpup heiratete 1878 Franz Hermann Waldhecker aus Patthorst bei Halle. Dieser wurde durch seine Einheirat Besitzer des Kolonats und Kruges in Helpup.

 

Albrecht Helpup und Gustav Helpup

Die Brüder von Emilie Helpup, Albrecht und Gustav Helpup zogen das Studium vor und kamen daher für die Nachfolge im elterlichen Kruge nicht in Betracht. Dr. med. Albrecht Helpup ließ sich als Augenarzt in Bielefeld nieder. Gustav Helpup zeichnete und musizierte und unterrichtete eine Zeitlang an der "Rectorschule" in Oerlinghausen. Aus seiner Hand stammt auch das erste von Oerlinghausen herausgebrachte Werbeblatt im Jahr 1895. Ferner schrieb er 1906 zur Grundsteinlegung der Kirche zu Helpup ein Gedicht. Der Text liegt noch vor.

Der Name Helpup war im Laufe der Jahrhunderte in Lippe stark verbreitet. Den Familiennamen Helpup gibt es heute noch.

 

1878 Neue Epoche Alter Krug

Beginn Ära Waldhecker

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Ein Ruf wurde zum Namen

Helpup

So könnte es seinerzeit ausgesehen haben

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© August Rettig