Eine Familie schreibt Geschichte Ursprung Krug Helpup
Eine Familie schreibt GeschichteUrsprung Krug Helpup            

Ende der Ära Waldhecker

Beginn einer neuen Ära

Sanierungsphasen Alter Krug Strukturveränderungen

1970

Namensgebung Karlsplatz

Namhafte Persönlichkeiten aus dem engsten Freundeskreis von Karl Waldhecker befestigten am 6. Februar 1970 zu seinem Geburtstag das Schild "Karls-Platz" am Nordgiebel des Fachwerkgebäudes.

Im Laufe der Zeit hat sich der Name als "Karlsplatz" eingebürgert.

1971

Ende der Ära Karl Waldhecker

Plötzlich und für alle Angehörigen, Freunde, Geschäftspartner und Gäste unfassbar verstarb Karl Waldhecker am 5. Februar 1971 einen Tag vor seinem 58- Geburtstag an den Spätfolgen seiner fünfjährigen Kriegsgefangenschaft von 1944 bis 1949 in Sibirien.

Der Traditionsbetrieb Alter Krug wurde zunächst von Leni Waldhecker zusammen mit ihren Töchtern Bärbel Rettig und Ulrike Lange weitergeführt.

1973

Abschied von Anna Waldhecker

Nach einer arbeitsreichen und nachaltig geprägten Ära im Alten Krug von 1912 bis 1968 verstarb Anna Waldhecker zwei Jahre nach dem Tod ihres Sohnes Karl Waldhecker.

1983

Abschied von Leni Waldhecker

Leni Waldhecker war in all den Jahren im Alten Krug die gute Seele des Hauses und hatte immer ein offenes Ohr für die Wünsche der Gäste und Mitarbeiter sowie Mitarbeiterinnen. Nach langer schwerer Erkrankung verstarb Leni Waldhecker am 10. Januar 1983 im Alter von 64 Jahren.

Beginn einer neuen kulinarichen Ära

in der Traditionsstätte Alter Krug

1974

Die kulinarische Ära  von Anna Waldhecker

wird von Bärbel Rettig, geb. Waldhecker fortgeführt.

Bärbel Rettig, älteste Tochter von Karl und Leni Waldhecker tritt in die Fußstapfen ihrer Großmutter Anna Waldhecker und führte den Alten Krug seit 1974 in Eigenregie mit Naturgefühl weiter.

Bärbel Rettig

lernte nach ihrer Ausbildung im Ratskeller Bielefeld und im Römischen Kaiser in Dortmund die Grundlagen der Kochkunst kennen.

Die langjährige kulinarische Ära von Anna Waldhecker wurde  von ihrer Enkeltochter Bärbel  in einer jahrzehntenlangen Ära gefestigt und nachhaltig geprägt. Vorrangig  mit traditionellen Speisen nach Omas Rezeptur, zum Beispiel  im Frühjahr mit Spargelgerichten, in der Herbst- und Winterzeit mit leckeren Wild- und Gänsebraten sowie ganzjährig mit dem  klassischen Rinderbraten.

Heimische Esstradition

Im Lauf der Jahre wurde ein vielflätiges  a la carte Geschäft aufgebaut.

Im Vordergrund stand in der gesamten kulinarichen Ära von Bärbel Rettig immer die Pflege der gehobenen heimischen Esstradition mit heimischen Erzeugnissen.

Sanierungsphasen -  Strukturveränderungen

1974

Erneuerung  des Saaldaches

Von Dachdeckermeister Fritz Belter und seinen Handwerkern aus Hillegossen wurden die  gesamten Dachpfannen auf dem Saaldach erneuert, denn  bei größeren Regenschauern tropfte es zum Leidwesen der Gäste  an zahlreichen Stellen von der Saaldecke auf die Tische.

1976

Alter Krug erstrahlt in neuem Glanz

In Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt in Münster wurde  der  Gebäudetrakt Alter Krug im Auftrag von August  Rettig und Ehefrau Bärbel Rettig im Frühjahr 1976 saniert. Rechtzeitig zum Festumzug des Dorffestes erstrahlte der Alte Krug in neuem Glanz. Hervorzuheben ist hierbei die mit großem Können farbenprächtige Erneuerung des Torbogens und des Schriftzuges Alter Krug von Malermeister Heinz Prüßner .

1976

Hohe behördliche Auflagen bei Saalveranstaltungen

Infolge hoher behördlicher Auflagen durften ab Oktober 1976  keine Veranstaltungen mehr in dem  gesamten Saaltrakt stattfinden. Eine kurzfristige und nicht ganz nachvollziehbare Entscheidung innerhalb von zwei Jahren nach Erteilung der Konzession für das Traditionsgasthaus Alter Krug. Die bereits Anfang 1977 geplanten Traditionsveranstaltungen der Helpuper  Vereine durften aber  noch unter Aufsicht der Freiwilligen Feuerwehr Helpup stattfinden.

1977

Erforderliche Sanierungsmaßnahmen 

Um den Saalbetrieb aufrechtzuerhalten müssten umfangreiche Sanierungsmaßnahmen im gesamten Saalbereich bewältigt werden. Ideen und Ratschlägge für eine Sanierung bzw. Modernisierung  des Saales  gab es in großer Vielfalt, überwiegend aus den Reihen der  Vereine, jedoch nicht unbedingt mehr zeitgemäß. Fast alle gemachten Vorschläge standen  in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zu den Kosten. 

 

1977

Grundlegende Strukturveränderung im Alten Krug

Die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen waren Anlass für Bärbel Rettig und Ehemann August Rettig grundlegende Strukturveränderungen im Alten Krug umzusetzen. Viele Helpuper Bürger hatten für die geplante Neugestaltung des Saaltraktes zunächst leider kein Verständnis.

Ein chinesisches Sprichwort besagt:

"Wenn der Wind der Veränderung weht,

bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen".

1977

 

 

Ende 1977

wurden bereits die ersten Arbeiten für die geplante Neugestaltung

des ehemaligen Saales

von August Rettig und Bärbel Rettig umgesetzt.

 

1977 / 1978

erfolgten in den Wintermonaten die ersten Baumaßnahmen nach den Plänen vom Architekturbüro Wilhelm-Friedrich Nedderhof aus Helpup.

 

Sommer 1978

Neugestaltung ehemaliger Saaleingang Karlsplatzseite

Malermeister Heinz Prüßner mit seinem Team im Sommer 1978 beim Einsetzen der großen Thermopenfenster.

1978

Ende der Umbauarbeiten Kleiner Saal - Iberg Apotheke

Nach neunmonatiger Umbauzeit wurde ein neuer "Kleiner Saal" mit 100 Sitzplätzen und eine hochmoderne "Apotheke" mit großzügigen Geschäftsräumen und eigenen sanitären Anlagen geschaffen.

 

 

 

 

 

 

 

Am 10. August 1978

eröffnet Apothekerin

Heiderose Wischeropp

ihre Iberg Apotheke

am Karlsplatz!

1979

Umbaumaßnahmen für eine Arztpraxis

Nach der Eröffnung der Iberg Apotheke fehlte zur Bereicherung des Ortskern Helpup noch eine Arztpraxis.

 

 

 

 

1979

Im Laufe des Jahres erfolgten die ersten Arbeiten im restlichen Saaltrakt für die geplante Arztpraxis.

 

 

1980

Neubau am Ende des Saaltraktes für Praxisräume

 

 

 

Abbrucharbeiten

der ehemaligen Scheune für den Neubau der geplanten Arztpraxis unter Aufsicht von Barbara und Carolin.

 

Neugestalteter Anbau - Eingangsbereich Arztpraxis

1. Januar 1981 

Christoph Heine eröffnet seine Arztpraxis am Karlsplatz

Christoph Heine begann am 1. Januar 1975 in der damaligen Praxis seiner Mutter Dr. med. Charlotte Heine an der Mühlenstraße seine Dienste als Facharzt für Allgemeinmedizin. Nach einem Jahr wurde die Praxis in die Goldstraße  verlegt.

 

Ende 1980

erfolgte der Umzug

in die neu geschaffenen Praxisräume im Alten Krug.

 

Bis zum 31. Dezember 2010 war Christoph Heine hier als Landarzt tätig. Unterstützt wurde Christoph Heine in der Praxis von vier zum Teil langjährigen Mitarbeiterinnen, die alle von ihm selbst ausgebildet wurden.

6. März 2014

Als Ausgleich zu seinem Dienst als Landarzt gehörten die anfallenden Arbeiten in seinem Haus und Garten.

Durch einen tragischen Unfall  im Hausgarten

verstarb Christoph Heine für alle unfassbar, am 6. März 2014.

Christoph Heine wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

1986

Giebelsanierung (B66)

Die viele Jahrzehnte alte  Holzverkleidung einschließlich Fenster wurde 1986  in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde entfernt. Das  jahrhundertalte Fachwerk wurde sichtbar, vor allem aber der durch Nässe verursachte schlechte  Zustand vieler Fachwerkfelder und Fachwerkbalken.

Fach für Fach wurden alle Fachwerke von der Baufirma Hans Finke restauriert.

Von Tischlermeister Johannes Grote wurden neun Sprossenfenster mit Thermopenverglasung eingebaut. Um die alte Fensterstruktur von innen zu erhalten,  wurden die alten Fensterbeschläge eingebaut.

1986

Fachwerk im neuen Glanz

Der abschließende Farbanstrich  erfolgte durch  Malermeister Heinz Prüßner und seinem Team.

1990

Sanierung der übrigen Außenfasaden Alter Krug

Zum 160jährigen Geburtstag  des Fachwerkgebäudes am 3. August 1990  wurden nochmals umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt. Alle Fachwerke an der Karlsplatzseite und an der Ostseite (Bahnhofstraße) wurden in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde restauriert. Auf der Westseite musste ein Teil des Fachwerkes bis 3m Höhe entfernt und durch Mauerwerk ersetzt werden. Im Zuge dieser Arbeit musste  die Herrentoilette  einschließlich aller Abflüsse neu gestaltet werden.

Im Erdgeschoss wurden alle alten Fenster durch neue Sprossenfenster mit Thermopenverglasung ersetzt.

3. August 1990

Neuer Glanz in alle vier Himmelsrichtungen

Rechtzeitig zum Jubiläum  erstrahlt der Alte Krug im  neuen Glanz.

1998

Erneute Giebelsanierung Süd-Westseite (B66)

Großer Zerfall der Fachwerkbalken führte 12 Jahre nach der ersten Giebelsanierung im Herbst 1998 zum Abriß des gesamten Fachwerkes vom Fundament bis zur Giebelspitze. Das auf ganzer Fläche entstandene Loch wurde in kürzester Zeit von der Baufirma Hans Finke noch vor Wintereinbruch durch ein Mauerwerk geschlossen. Der späte Baubeginn kurz vor Wintereinbruch wurde durch die Unbeweglichkeit und Engstirnigkeit  der  zuständigen Genehmigungsbehörden verursacht. Die Denkmalschutzbehörde in Münster bestand monatelang auf eine Gesamterneuerung als Fachwerk. Wegen nicht kalkulierbaren Kosten wurde diese Forderung von Bärbel und August Rettig abgelehnt. Nach zahlreichen Gesprächen mit der Denkmalschutzbehörde in Münster und dem Kreisbauamt wurde schließlich im Oktober 1998 die Baugenehmigung für ein Mauerwerk mit Holzverkleidung erteilt.  

Herbst 1998
Frühjahr 1999

 

1999

Neue Giebelwand

mit Holzverkleidung grün-weiß.

Eine insgesamt mit

sehr hohen Kosten verbundene Giebelsanierung 

ohne Fördermittel  der Denkmalschutzbehörde.

Neugestaltung Karlsplatz Helpup

Ausbau Nahwärmenetz im Ortskern Helpup

2001

Karlsplatz als Begegnungsstätte für Jung und Alt.

Auf Initiative der Agenda-Gruppe  und  Architekt Volker Crayen wurde der Platz 2001 saniert und neu gestaltet. Über zehn Jahre zogen sich die Planungsarbeiten hin, doch dann ging alles sehr schnell. Volker Crayen hatte für alle Beteiligten überzeugende Pläne vorgelegt. Verkehrs- und Verschönerungsverein Helpup, Agenda-Gruppe und Anlieger setzten sich im Alten Krug zusammen, um die erforderlichen Durchführungsarbeiten mit der Eigentümerin Bärbel Rettig  Alter Krug   abzusprechen.  

Die Stadt Oerlinghausen in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Oerlinghausen zeigte sich sehr kooperativ  und auch das Land Nordrhein Westfalen bewilligte Fördergelder. 

Jetzt  konnten die erforderlichen Arbeiten erfolgen.

Kabel und Rohre

für die Strom- und Nahwärmeversorgung

wurden bereits von den Stadtwerken Oerlinghausen für einen späteren Anschluss an das geplante Blockheizkraftwerk im Hallenbad Am Kopphof verlegt.

 

Klimaschutz

Als Beitrag zum Klimaschutz wurden im Zuge der Neugestaltung des Platzes

zwölf Laubbäume gepflanzt.

6. Dezember 2001

Eröffnung Karlsplatz

Anlässlich des ersten Nikolausmarkts auf dem neugestaltelteten Karlsplatz im Ortskern Helpup, wurde der Karlsplatz als Begegnungsstätte für Jung und Alt offiziell

am 6. Dezember 2001

von Dr. Ursula Herbot, Bürgermeisterin Stadt Oerlinghausen eröffnet.

2012

Nahwärme Alter Krug Helpup als Beitrag zum Klimaschutz

Rohrverlegungsarbeiten im Garten Alter Krug Helpup

Übergabestation III ehemals Arztpraxis

 

 

 

 

 

Herbst 2012

Erstmals Nahwärme im Alten Krug  Helpup

Seit Herbst 2012 erfolgt an  drei Übergabestationen im Gebäudekomplex  Alter Krug 

die Versorgung mit Nahmwärme vom Blockheizkraftwerk der Stadtwerke Oerlinghausen

im Hallenbad Am Kopphof.

2013

Alter Krug und Karlsplatz  aus Sicht vom Kirchturm

Generationswechsel im Alten Krug Helpup

2013

Die  Traditionsstätte Alter Krug Helpup

wird nunmehr von der 14. Generation weitergeführt!

 

Traditionell gute Gastlichkeit und gute Küchenleistung wird

in liebevoll gestalteten Gasträumen fortgeführt.

 

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2015 

Karlsplatz Alter Krug mit neuem Gesicht

Studio Auszeit - Fußpflege und Kosmetik

Ein Teil der ehemaligen Praxisräume von Christoph Heine dienen weiterhin dem Wohlbefinden von Jung und Alt.

Inhaberin Jana Kamp bietet in ihrem Studio "Auszeit"  Kosmetik, Fußpflege und Massagen an.

 

 

 

2015

Eingangsbereich

Iberg Apotheke

und Studio Auszeit

 

7. März 2017

Schnelles Internet bis 100 Megabite pro Sekunde

Telekom-Internetanschluss.

Leistungsstark Surfen, Telefonieren und Fernsehen ist ab 7. März 2017

im Landgasthaus

Alter Krug Helpup 

Wirklichkeit geworden.

 

Jubiläen 1930 bis 2015

Traditionsstätte Alter Krug

 

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Ein Ruf wurde zum Namen

Helpup

So könnte es seinerzeit ausgesehen haben

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© August Rettig