1945 Nachkriegsepoche bis 1956

 

  • 1945

Helpuper Bürger verhindern Kriegshandlungen

Dank einiger besonnener Helpuper Bürger im Bereich Kirche und Alter Krug gab es Ostern 1945 keinen großen Widerstand  beim Einmarsch Amerikanischer Soldaten mit Panzern.  Größere Kriegshandlungen zum Leidwesen der Bevölkerung wurden dadurch vermieden.

Familienangehörige des Alten Kruges wurden zuvor auf dem Räkerhof, Heerser Mühle Schötmar und auf Gut Wistinghausen untergebracht.

Start in eine neue Epoche

Amerikanische Soldaten besetzten im April 1945 das gesamte Anwesen "Alter Krug" für mehrere Monate. Die Rückgabe des Anwesens erfolgte in einem ordnungsgemäßen Zustand und war in der Nachkriegszeit für Flüchtlinge aus dem Osten, insbesondere aus Schlesien, eine wertvolle und unter anderem eine nachhaltige Bleibe.

Der Verfasser dieser Website kann Dank zahlreicher Ereignisse und Gespräche mit Zeitzeugen über eine jahrzehntelange Zeitepoche in den Nachkriegsjahren  eine Rückschau halten.

  • 1946

Schauturnen im Saal als Auftakt in eine neue Ära

Nach und nach normalisierte sich das Leben wieder in Helpup. Trotz vieler Sorgen und Nöte wurde im Laufe der Nachkriegsahre das Gesellschafts- und Vereinsleben neu belebt. Bereits Ostern 1946 fand im Saal des Gasthauses "Alter Krug" das erste Schauturnen des Sportvereins "Turn- und Sportlust Helpup von 1911 e.V." statt. Mit großer Begeisterung wurde der Grundstock für die weitere Entwicklung des Sportvereins geschaffen.

  • 1947

Neugründung Volkschor Helpup

Nach der Auflösung 1933 erfolgte 1947 im Alten Krug die Neugründung des gemischten Chors

"Volkschor Helpup"

  • 21. Januar 1947

Nachkriegsordnung - Lippe wird Landesteil von Nordrhein-Westfalen

Der ehemalige Freistaat Lippe wird am 21. Januar 1947 mit der Militärverordnung 77 der britischen Militärregierung als dritter Landesteil neben Rheinland und Westfalen in das Land Nordrhein-Westfalen eingegliedert.

 

 

 

  • 1949

Es wurde gerufen: "Auf nach Helpup!"

 

Bezirksziegenschau im Alten Krug

Diese Veranstaltung hat zum Beispiel Bärbel Rettig

(geb. Waldhecker)

aus ihrer Kindheit als Zeitzeugin  noch in Erinnerung,

vor allem den Geruch der Ziegenböcke.

 

Das Plakat liegt noch als Original vor und ist ein Geschenk

von Friedel Heißenberg aus Mackenbruch.

  • 1950 

Gemeinde Mackenbruch und Gemeinde Währentrup

Die Gemeindeverwaltungen Mackenbruch und Währentrup arbeiteten nach den Kriegswirren schon sehr eng zusammen. Nach außen entstand bereits 1950 der Eindruck einer Großgemeinde Helpup. Am 1. November 1950 wurden noch zwei Bürgermeister gewählt; für Mackenbruch  wurde Albrecht Begemann und für Währentrup Hermann Tölke gewählt.

Ebenso wurde mit der Gemeinde Wellentrup als dritter Teil Helpups eng zusammengearbeitet.

Ein Zusammenschluss dieser drei Gemeinden war bereits in der NS-Zeit zum 1. April 1939 geplant.

 

Verkehrsverein Helpup

Bereits kurz nach Gründung  im Januar 1930 bemühte sich der "Verkehrsverein Helpup" auf Wunsch breiter Bevölkerungsschichten nach einem gemeindlichen Zusammenschluss als Gemeinde Helpup. Der Erfolg blieb damals leider versagt.

Anfang der 1950er wurde an dieser Idee weitergearbeitet. Die Mehrheit der Bevölkerung drängte seit Jahren auf einen Zusammenschluss der Bauerschaften rund um den Kirchturm Helpup.

 

 

Neues Leben im Ortskern Helpup

Nach dem Abriss des Schießstandes und Beseitigung des ehemaligen Braubrunnens an der nordwestlichen Seite des Kruggartens entlang der Grundstücksmauer, wurden hier Anfang der 1950er Jahre zwei Geschäftshäuser gebaut. Für die Zufahrt wurde entlang der nördlichen Grundstücksgrenze des ehemaligen Kruggartens ein Wegerecht bis zur Bahnhofstraße eingetragen.

Der ehemalige Kruggarten (heutiger Karlsplatz) wurde im Laufe der Jahre mit Schotter aufgefüllt und wird seit dem als Park- und Veranstaltungsplatz genutzt.

 

Kinofilme im Alten Krug

Mit Hilfe eines Laufbildprojektors im Fremdenzimmer über dem Vorsaal wurden die aufgezeichneten Bildstreifen auf die aufgestellte Leinwand vor der Bühne im Saal projektiert. Zeitzeugen berichten von Filmen wie "Rommel der Wüstenfuchs",
"Grün ist die Heide", "Im weißen Rößl",

um nur einige zu nennen.

 

 

  • 1952 - Schlachterei Wilhelm Sieveke

Auf dem ehemaligen Gelände des Schießstandes baute Schlachtermeister Wilhelm Sieveke eine Schlachterei mit Verarbeitungsräumen und Laden.

Geschlachtet und verarbeitet wurden nur Schweine aus heimischer Region von persönlich bekannten Höfen.

Im Laden wurden dann die Fleisch- und Wurstwaren bis in die 1990er Jahre verkauft.

  • 1953 - Hutgeschäft Rudolf Biermann

Als zweites Geschäft eröffnete Rudolf Biermann sein Hutgeschäft mit hochwertigen Hüten auf dem Gelände des ehemaligen Braubrunnens vom  Alten Krug. Nach dem Tod der Eltern versorgt nunmehr Helga Biermann-Wrona mit unverändertem Angebot ihre Kunden. Hervorzuheben ist dabei die Ausrüstung der Schützenvereine rund um Helpup mit Schützenhüten und Schützenfedern.

2016 - Turnhalle Am Kopphof

 

 

  • 1956 - Turnhalle Am Kopphof

Nachdem der Bau einer Turnhalle südlich der Schule wegen heftigen Widerstand in der Gemeinde Währentrup nicht umgesetzt werden konnte, ermöglichte die Gemeinde Mackenbruch 1956

den Neubau einer Turnhalle.

 

Uransuche in Helpup

 

 

 

  • 1956

Unter großer Geheimhaltung wurde im Steinbruch am Uphofweg mit modernsten technischen Anlage ein über 75 Meter langer Stollen angelegt und nach uranhaltigem Gestein gesucht.

 

 

Geophysikalische Messungen im Steinbruch am Uphofweg

Ein "Ingenieurbüro für geophysikalische Bodenuntersuchungen" hat am 21. August 2009 geophysikalische Messungen mit einem Gammastrahlen-Detektor durchgeführt. Signikante radioaktive Strahlung konnte nicht festgestellt  werden. Bei dieser Gelegenheit wurden zwei verschollene Nebenstollen wiedergefunden.

 

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© August Rettig