1955

Beginn der Ära Karl und Leni Waldhecker

Nach dem plötzlichen Tod des Vaters Carl Waldhecker und völliger Genesung von den Folgen

der Kriegsgefangenschaft in Sibirien wir die Krugwirtschaft nunmehr

von Karl und Leni Waldhecker gemeinsam mit der Mutter Anna Waldhecker weitergeführt.

 

 

 

50er / 60er Jahre

Milchhändler Kessemeier

lieferte über Jahrzehnte bis in die 60er Jahre

täglich frische Milch in den Kolonialwarenhandel

von Anna Waldhecker.

Während die Pferde in aller Ruhe draußen warteten,

konnte er ebenfalls in aller  Ruhe  ein von

Karl Waldhecker frisch gezapftes Bier genießen.

  • 27. März 1958

Gründung AWO Helpup

Zum Wohle der Bürger und Bürgerinnen in der jungen Gemeinde Helpup wurde vom Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt Helpup gegründet.

Hervorzuheben ist im Laufe der Zeit die Kinder- und Altenbetreuung sowie Einrichtungen von Tagesstätten.

  • 1964 / 1965

Vom Frischling zum Masskottchen "Schnucki"

Die Wildsau "Schnucki" wurde bei einem Waldbrand als kleiner Frischling von der Feuerwehr Helpup gerettet.

In geheimer Aktion landete der Frischling zunächst bei den Feuerwehrmännern  Michael Müller und Willi Büxe.

Ebenso heimlich  erfolgte die Weitergabe der inzwischen kleinen Wildsau in den Stall von Gerd Fillies seiner Mutter. Sohn Gerd, Kassierer der Freiwilligen Feuerwehr  Helpup, konnte seine Mutter  zum Verbleib der bereits 11 Kg schweren Wildsau überzeugen. Von der kleinen Wildsau wurde dann in liebevoller Aufzucht das Masskottchen "Schnucki", die als Dank für eine nicht geahnte erlebnisreiche Zeit sorgte.

 

 

 

 

Ein "Blondes"

hält Karl Waldhecker an der Theke

stets kostenfrei für "Schnucki" bereit.

 

 

 

31. Oktober 1965

"Schnucki"

im WDR Fernsehstudio in Köln

Auf Initiative von Karl Waldhecker und seinem Freund Werner Höcker  vom WDR Bielefeld

erfolgte eine Einladung von Hasso Wolff zu einem Besuch im Fernsehstudio in Köln.

Der Auftritt im Fernsehstudio  bei einem echt "Kölsch Bier"

war ein Erlebnis besonderer Art.

 

15. bis 17. Mai 1965

Jubiläumsfeier 325 Jahre Name Helpup

Mit einem großen Jubiläumsball erfolgte am 15. Mai der Auftakt zu einem dreitägigen Jubiläumsfest.

Die Traditionskapelle "Teutoburger Jäger"

sorgte bereits am ersten Tag für große Stimmung

im vollbesetzten Saal.

Der zweite Jubliläumstag am 16. Mai stand im Zeichen einer Feierstunde mit Festrednern.

 

Im Rahmen der Feierstunde überreichte

Helpups Bürgermeister Ewald Berkemeier

ein Bild mit dem Helpuper Wappen

an Karl und Leni Waldhecker.

Umrahmt wurde die Feierstunde vom MGW Liedertafel Helpup und dem Volkschor Helpup, dem Auftritt von Liane Dublin als Sopran und Horst Henke am Klavier, Ulrich Gentzen als Tenor und Richard Capellmann als Baß.

Zum Ausklang des dreitägigen Jubiläumsfestes

am Montag Tanz mit den "Morinus".

 

 

 

 

 

Das Helpuper Wappen

mit den Unterschriften des Gemeinderates der Gemeinde Helpup

hängt für jedermann gut sichtbar im Flur des Gasthauses Alter Krug.

  • 60er / 70er Jahre

Altenfeiern bei Kaffee und Kuchen im Traditionssaal der Helpuper im Alten Krug

Dank der großartigen Hilfe und Organisation der AWO Helpup, dem Roten Kreuz und Helpuper Gesangvereinen

konnten im jährlichen Abstand  im Traditionssaal der Helpuper Altenfeiern bei Kaffee und Kuchen stattfinden.

Mehrmals  wurden diese Veranstaltungen im WDR Radio und Fernsehen gesendet und von Persönlichkeiten aus dem musikalischen Bereich unterstützt. Vor allem aber wurden die Altenfeiern  musikalisch begleitet vom Kinderchor Helpup unter Leitung von Lehrerin Frau Hunke.

 

 

 

Bass-Bariton Willy Schneider

ein enger Freund der Familie Waldhecker

begeisterte die Helpuper des Öfteren im Alten Krug.

Werner Höcker Leiter des WDR Studios Bielefeld und langjähriger Freund von Karl Waldhecker unterstützte zahlreiche Veranstaltungen

im Traditionssaal Alter Krug mit Sendungen

im WDR Rundfunk und Fernsehen.

 

Ebenso wurden zahlreiche Veranstaltungen von langjährigen Freunde aus der Opern und Operettenwelt unterstützt.

v.l.: Richard Capellmann Operetten, Edda Moser  Opern,  Ulrich Gentzen Opern, Oaswaldo die Pianduni Opern

Rock und Beatzeit in der Hochburg Helpup

  • 30. März 1968

Im Alten Krug standen alle Zeichen auf Sturm.

Grund war das Gastspiel der international gekürten deutschen Spitzenband aus Berlin

THE LORDS

Viele Jugendliche hatten in Omas Ballsaal keinen Platz mehr bekommen und verfolgten diese einmalige Show hinter den Fenstern zum Garten und Parkplatz. Einige waren dabei sogar in eine Abwassergrube gefallen und trugen mit einer eigenen Duftmarke zum Spaß dabei.

Angeheizt wurden die fast 1000 Jugendlichen aus Helpup und Umgebung von der talentierten Gruppe aus OWL

AROWOS

Danach hieß es nach einer Verspätung

"Leinen los für die Lordschaft"

so berichteten zahlreiche Zeitzeugen  mit großer Begeisterung  noch Jahre später über diese einmalige Veranstaltung.

Weitere Beat und Rockgruppen

traten im Alten Krug auf:

The Rivets / Peter and the Youngster / The Rattles Phantom Brothers / Sons United / The Camblers

The Stepping Stones.

 

Letzter Samstag im Januar

Traditioneller Schweineball Helpup

Jahr für Jahr feierte die "Schweinekasse"

in allen Räumen im Gasthaus Alter Krug.

Für die nötige Stimmung sorgte eine

über 30 Mann starke Kapelle.

Mit viel Spaß und Freude untersuchten

traditionell Heinrich Golles und Karl Waldhecker

das hölzerne Schwein vor dem Einzug in den mit über fünfhundert Menschen vollbesetzten Saal.

 

  • 60er und 70er Jahre

Jährlicher Stammtisch "Dr. Sauerstengel"

Viel Spaß und Freude besonderer Art hatten Karl Waldhecker und seine engsten Freunde aus verschiedenen Berufsbereichen beim jährlichen Stammtisch "Dr. Sauerstengel" traditionell im Jagdzimmer.

Wer als letzter Teilnehmer kein Bier mehr trinken konnte und zu Boden ging, wurde als Sieger bis zum nächsten Jahrestreffen mit

"Dr. Sauerstengel" ausgezeichnet und angesprochen.

Das kameradschaftliche  Gesellschaftsleben und gemeinsame Reisen im engsten Freundeskreis wurde von Karl Waldhecker vorrangig gepflegt. Wegen der guten Französisch Sprachkenntnisse von Karl Waldhecker war insbesondere das Weingut von Jean-Paul Camus in Cognac in  Bordeaux mehrmals das Ziel mit viel Spaß und Freude.

 

 

 

 

Zur Entlastung der Küche wurden zwischendurch Speisen nach Vorschlägen von Dr. Sauerstengel in eigener Regie zubereitet und serviert.

August Rettig hat 1970 als Zeitzeuge den spaßigen Abend für kurze Zeit miterleben dürfen.

 

 

 

 

 

  • 6. Februar 1970

Erstmals der Name "Karls-Platz"

Namhafte Persönlichkeiten aus dem engsten Freundeskreis von Karl Waldhecker befestigten anlässlich seines

57. Geburtstag am 6. Februar 1970  an der Hausecke am Nordgiebel des Fachwerkhauses das Schild

"Karls-Platz".  Im Laufe der Jahre hat sich der Platz als "Karlsplatz" eingebürgert.

 

  • März 1970

Deutsch Britische Zusammenarbeit

Anläßlich einer Teilnahme am Helpuper Dorffest wurde Dank der guten englisch Sprachkenntnisse von Karl Waldhecker der Kontakt zum Bandmaster "The Green Howards" in Minden eingeleitet und gefestigt.

Hieraus entwickelte sich im Laufe der Jahre  eine enge Freundschaft, insbesondere zum Hessenklub Helpup.

 

 

Hessenklub Helpup

ist ein freier Zusammenschluß von unternehmungslustigen Männern aus Helpup

und Oerlinghausen aus verschiedenen Berufsbereichen.

Karl Waldhecker ist Gründungsmitglied

dieser humorvollen Truppe mit dem Leitspruch:

"Spaß und Freude am geselligen Leben!"

Nach über 90 Jahren endet die Epoche Waldhecker

  • 5. Februar 1971

Abschied von Karl Waldhecker

Plötzlich und unfassbar für alle Angehörigen, Freunde, Geschäftspartner, Bürger und Bürgerinnen aus nah und fern verstarb Karl Waldhecker einen Tag vor seinem 58. Geburtstag an den Spätfolgen seiner fünfjährigen Kriegsgefangenschaft in Sibieren.

  • 19. November 1973

Abschied von Witwe Anna Waldhecker

Nach einem arbeitsreichen und nachhaltig geprägtem Leben im Traditionsgasthaus Alter Krug in Helpup verstarb Anna Waldhecker am 19. November 1973 in aller Stille im Alten Krug.

  • 10. Januar 1983

Abschied von Witwe Leni Waldhecker

Nach langer schwerer Erkrankung verstarb Leni Waldhecker am 10. Januar 1983 im Alter von 64 Jahren

im Kreis ihrer engsten Familienangehörigen im Alten Krug.

In all den Jahren im Alten Krug war Leni Waldhecker die gute Seele des Hauses. Sie hatte immer ein offenes Ohr für die Wünsche der Gäste und Belange von allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.

 

 

Der Traditionsbetrieb Alter Krug

wird zunächst weitergeführt

von Witwe Leni Waldhecker zusammen

mit ihren Töchtern Bärbel und Ulrike.

 

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© August Rettig