Entwicklung Krugwirtschaft  Helpup

Rückblick bis  Anfang 20. Jahrhundert

Schloss Iggenhausen

Erstmals 1070 urkundlich erwähnt ist als Grundherrschaft des Kloster Corvey eines der ältesten Herrenhäuser. 

Wistinghauser Schlucht und Gut Barkausen

waren ab dem 11. Jahrhundert ein wichtiger Übergang für Fuhrleute, Schmuggler und Wanderer  aus nödlicher Richtung   -Schloss Iggenhausen- zu den Übergängen des Teutoburger Waldes in die Grafschaft Ravensberg.

Entwicklung Herrschaft Lippe

Aus dem Hoheitsgebiet der Edelherren zur Lippe entwickelte sich Lippe 1528 zur Grafschaft, 1789 zum Fürstentum und 1918 bis 21. Januar 1947 zum Freistaat.

1560 Gräfliches Privileg

"Commmercien auffm Lande"

Dieses Privileg, das Kruggerechtsame und andere Gewerbe regelt, war seit 1490 in Kraft und wurde nach Ablauf von 70 Jahren von Graf Bernhard VIII zu Lippe erneuert.

Aus heutiger Sicht waren darin seltsame Anordnungen vorhanden.

Zum Beispiel

durften sich Schumacher, Schneider, und Schmiede nur in den Städten niederlassen. Doch auch einigen Dörfern  wurde dieses Recht zugestanden, wie Barntrup, Bega, Alverdissen, Sonneborn, Lage, Varenholz und Oerlinghausen.

Unter anderem heißt es:

"Fortan sol auf  den Dörfern  und Kirchmessen (Kirmes), Lobenbiern

(Richtfesten), Brauwirtschaften (Hochzeiten), Kindtaufen und anderen

Zusammenkünften kein fremd Bier getrunken werden, sondern dasselbe aus unseren Städten geholt werden. Zum letzten sol auch in den Krügen kein fremd Bier zu schenken seyen".

Kriegswirren - Herrschaft Lippe

1618 - 1648

Dreißigjähriger Krieg

Während des 30-jährigen Krieges wurde geraubt und geplündert. Bürger des Landes mußten schlimme Zeiten und großen Schaden erleiden. 1642 wurden daher Bürger des Landes von allen Lasten an die Landesherrschaft befreit.

1664

Trunksucht ...

Alle Anordnungen der Gräflichen Regierung, die Trunksucht zu unterlassen, scheinen nicht den gewünschten Erfolg gehabt zu haben, so dass sich auch die Kirche einschaltet:

"So wird ernstlich verboten, alles Schwelgen, Fressen und Saufen, darinne ein heilloses Wesen und garstiges Sauleben zu haben, auch alle Unkeuschheit und fleischliche Unzucht, Hurerei, Ehebruch und dergleichen Schanden, wodurch das land mit unehelichen Kindern angegfüllt wird".

1668

Gesuch an den regierenden Grafen Simon Heinrich.

Die Bürgermeister der Städte traten mit der Bitte, die alten Privilegien erneuern zu wollen, an den regierenden Grafen Simon Heinrich heran, welcher dem entgegenkam und die alten Privilegien auf 45 Jahre festsetzte. Dies Privilegien waren insbesondere zum Vorteil der Städte ausgelegt und zum Nachteil der Schmiede, Bäcker, Schlächter, Schuster auf dem Lande. Der Schuster auf dem Lande durfte nur Schuflickerei betreiben. Bier durfte nur noch  in den Städten gebraut werden. Damit durfte auch der Krug zu Helpup diese 45 Jahre nicht mehr brauen. In den Städten des Landes kostet ein Mass Bier (etwa 1 Liter)  4 Pfennig und auf dem Lande wegen des Transportes 5 Pfg.

1702

Zugriff Meier zu Barkhausen

Die Kammergewerbeakten vom 15.02.1702 enthalten die Nachricht, dass Johann Heinrich Helpup als Stiefvater des Anerben die Regierung bittet, ihren alten freien Krug, bei der gegenwärtigen schlechten Nahrung, da nur dann und wann Reisende etwas Bier ausgeschenkt wird, gegen die Zugriffe des Meiers zu Barkhausen, der dem Krug eine Last von zwei Thalern wegen Branntweinzapfens auferlegen will, in Schutz zu nehmen.

Der Zugriff blieb jedoch ohne Erfolg.

Kopie der Originalkarte Landesarchiv Detmold

1756 - 1763

Siebenjähriger Krieg

Besonders schlimme Zeit mußte der Krüger wie auch die Bauern und Bürger des Landes während  des Krieges durchmachen. Sie mußten Fuhren leisten, Pferde abliefern, Knechte, Nahrungsmittel und Vieh zum Abschlachten bereitstellen, sowie Plünderung und Drangsalierng erleiden. 

Fremde "Soldateska"

haben während des Krieges des Öfteren auf der Deele im Krug Helpup getobt. Die Vogerichtsakten berichten immer wieder von derben Feiern und Schlägereien. Durch die Wirren des 7-jährigen Krieges

kam es bei vielen Bürgern, ähnlich wie im 30-jährigen Krieg, durch Vollsäuferei und Unzucht zum Verfall von Sittlichkeit und Moral.

17. März 1767

Verordnung wegen Vollsäuferei

Um diesem verderblichen ungeheuren Übel und Unwesen entgegenzuwirken wurden drastische Strafen angedroht. Wer diese Ermahnungen missachtete, sollte als Verschärfung

"bei Wasser und Brod"

ins Gefängnis gesteckt und

"bei noch nicht verspürter Besserung auf einem Sonntag an den Pfahl"

gestellt werden. Wenn auch

"dieses nicht fruchten will"

so galt es,

"selbiger samt einem umständlichen Bericht zum Zuchthaus einschikken".

Bei vielen Bürgern schien die

"Liebe zum Alkohol stärker gewesen als die Furcht vor Bestrafung"

1789

Die Freiheit von allen möglichen Lasten, mit denen damals so viele Städte belegt waren, hat nicht für immer bestanden. Ab Mitte des

18. Jahrhunderts erhob die Regierung von dem Bier- und Branntweinausschank eine jährliche Steuer von 7 Thalern, die 1789 auf 10 Thaler erhöht wurde. 1864 wurden 10 Thaler-Gold in

11 Thaler-Courant umgerechnet.

1900

Änderung des Kirchengesetzes

Im Wandel der Zeit nach dem Krieg 1870 / 1871 wurde über die weiten, schlechten und steilen Kirchwege  im Fürstentum Lippe geklagt. Der Kirchgang wurde mit viel Geduld hingenommen.

Zum Beispiel gehörten die umliegenden Bauerschaften im Gebiet Helpup zur Kirchengemeinde Oerlinghausen.

1900 kam man in Detmold zu der Einsicht die bestehenden Kirchengesetze zu überarbeiten und der Zeit anzupassen, in dem für das reformierte evangelische kirchliche Leben durch Gründung neuer Gotteshäuser gesorgt werde.

22. Januar 1903

Beschluss zum Bau einer Kirche in Helpup.

Insgesamt 18 Vertreter aus den Bauerschaften Mackenbruch, Wellentrup, Währentrup und Greste beschlossen am 22.01.1903 einstimmig den Bau einer Kirche in "Helpup".

Daraufhin wurde eine Kirchenkommission gewählt.

Von behördlicher Seite wurde dieses Vorhaben großzügig unterstützt und in kürzester Zeit verwirklicht.

Beschleunigt wurde das Vorhaben durch die großzügige Spende von 3 Scheffelsaat Land vom Gutshof Upmeier für Kirche und Pfarrhaus uns 1 Scheffelsaat Land für den Friedhof vom Bauernhof Stölting. Später erfolgte eine Grundstücksspende von 6 Ar und 33 qm des Gastwirtes Franz Hermann Waldhecker und 5 qm vom Schmiedemeister Karl Beckmann aus Wellentrup.

6. Februar 1904

Gründung der Kirchengemeinde Helpup

Auf der Vollversammlung der Vertreter der zugehörigen Bauerschaften im Saal des Helpuper kruges lauteten bei der gesetzlich vorgeschrieben Abstimmung von 235 abgegebenen Stimmzetteln 227 auf Gründung der Kirchengemeinde Helpup.

31. August 1906

Grundsteinlegung der Kirche zu Helpup.

20. März 1908

Einweihung der Kirche zu Helpup

in Anwesenheit

des Lippischen Fürsten Leopold IV.

Helpup entwickelt sich zu einer

"Gemeinde Helpup"!

1928

Kirche und Alter Krug

1596

Ursprung und Entwicklung Krugwirtschaft Helpup.

Der Müller / Möller schenkte unerlaubt Bier und Branntwein aus, das brachte ihm eine Strafe von 20 Thalern ein. Für die damalige Zeit war das kein Pappenstiel, kostet doch ein Fohlen 7 Thaler.

1. März 1596

In den Vogerichtsprotokollen der Vogtei Orlinchusen ist am 1. März 1596 erwähnt, dass der Müller zum Vogelsange einen neuen Krug zu verschiedenen Zeiten "angeschlagen" hatte, was ihm bei Strafe von 20 Thalern verboten worden war.

Das Urteil des Vogerichtes war gnädig, es sagt nur:

"soll Abtrag machen in Gnaden".

Das heißt wohl, dass er die verwirkte Strafe von 20 Thalern in Raten abtragen konnte.

(Staatsarchiv Detmold L 89 Al Nr. 207)

30. Juli 1596

Brief vom "Möller zum Vogelsange" an die Gräfliche Regierung mit der Bitte um Genehmigung einer Krugwirtschaft.

Es wurde ihm aufgegeben nachzuweisen wo in der Nähe Krüge sein.

Er begründete seinen Antrag damit, daß die vorhandenen Krüge, "Krug zum Brinke" (Lage), in Hiddentorf (Hörste), in Orlinchusen (Oerlinghausen) wohl eine halbe Meile und der Krug in Hillehossen eine ganze Meile von der Osterheide entfernt lägen, und diese Krüge keinen Schaden dadurch haben würden".

(1 Meile = 7,42 Kilometer)

Am 31. Juli 1596

wurde Genehmigung erteilt!

Alle Dokumente liegen noch vor  und wurden beglaubigt

vom Staatsarchiv Detmold.

7. September 1602

Im Vogerichtsprotokoll Vogtei Orlinchusen ist zu lesen:

"Daß sich auch im Kroge zum Vogelsange eine Schlägerei zwischen dem jungen Vogelsange, M. zum Krahwinkel, Johann undt sunste zugedragen, alß dass gemelter Rickehoff von dem jungen Möller mit einer Feuerschuten ins Haupt blutig verwundet worden."

"Möller zum Vogelsang"

Im Mittelalter lebten im Gebiet "Helpup" nur Bauern, denen viel Land zugefallen war, mit ihren Köttern. Die Bauern brachten ihr Mahlgut zum Möller Vogelsange in Wellentrup.

Jedoch wurde damals in den umliegenden Krügen durch Ausschank  von Bier und Branntwein anscheinend viel Geld verdient. Der Müller oder Möller, wie er plattdeutsch genannt wurde, muss ein geschäftstüchtiger Mann gewesen sein, wie weitere Entwicklungen zeigen.

Der Krüger zum Vogelsange  hatte neben seinem Kruge in der "Osterheide" auch Landwirtschaft. Mit seinen Pferden leistete  er Fuhrleuten Vorspanndienste. Der Weg war steil, ausgefahren und steinig und die Pferde hatten Mühe die Wagen bis zum Krug zu ziehen. Zur Unterstützung riefen die Fuhrleute den "Krüger zum Vogelsange" mit seinen Pferden mit dem Ruf "Help-up" herbei.

Der Krüger spannte dann seine Pferde mit vor die Wagen und es ging leichter den Berg hinauf. Im Laufe der Zeit bürgerte sich der Ruf "Hel-up" so ein, dass der Krüger nur noch so begrüßt und angesprochen wurde.

Der Uphof (Schafberg)

Bauerschaft Währentrup Nr. 2

muss jedoch bei der Entstehung einer Krugwirtschaft in der Osterheide eine wichtige Rolle gespielt haben. In alten Dokumentationen wird unter anderem dieses Gebiet des Öfteren genannt. Wer nun schließlich den Hof für die zukünftige Krugwirtschaft Helpup geschaffen hat und wer mit wem bei den vielen Kindern verheiratet war,  ist in den Dokumentationen schwer erkennbar.

1610

Bildung Bauerschaftsgrenzen Währentrup

Die Bauerschaft hieß bis dahin Oetinckhusen.

Ab 1613

Krug Helpup ist in der Bauerschaft Währentrup

Nr. 10 gelegen.

Bestand hatte diese Gebietsreform bis zur Gemeindebildung "Helpup" am 1. April 1957.

1630

Krug uff der Osterheide

so hieß die Krugwirtschaft um 1630, da der Besitzer namentlich bekannt als "Krüger zum Vogelsange" nicht mehr im Vogelsange lebte sondern "uff der Osterheide".

1637

stirbt  die "Krögersche uff der Osterheide".

im Erbteilungsverzeichnis ist zu lesen:

"Hat nichts hinterlassen"

Inwieweit angeblich versteckte bzw. vergrabene Schätze gefunden wurden ist nie bekannt geworden.

1640

Erstmals Krug Helpup mit dem Besitzer Johan Helpup.

Im Zusammenhang mit einer Schlägerei ist im  Vogerichtsregister von 1640 erstmals der Name "Helpup" zu lesen.

Staatsarchiv Detmold L 89 A Nr. 5

Dieses Schriftstück samt Übersetzung hängt gut sichtbar im Flur des Landgasthauses Alter Krug.

Bessere Zeiten

Dem Krüger ging es langsam besser.

Sein Besitztum war sehr unfangreich.

(Die Flächenmaße liegen noch vor)

"Saalbuch von 1780" ... Nr. 10 Helpup besitzt...

Gebäude, Wohnhaus, Leibzucht.

Hofraum und Hude, Gärten und Ländereien auf dem Kamp an der Westerheide, auf dem Stuken-lande, dem mittelsten Stuken-lande, auf dem Korten Lande, in der Osterheyde sowie einem Teil eines alten Weges. Wiesen im Kamp, in der Osterheyde.

Eine erbliche Kruggerechtigkeit

"Prästiert" der Landesherrschaft (hat Abgaben zu entrichten)

... den Petrieschatz 13 Sgr. 7 Pfg. und 1 Krugthaler für die Kruggerechtigkeit im Brauen und Brennen und solches im Haus zu versellen, dem Küster die Pflicht,  sowie kleinere Verpflichtungen gegenüber von einigen Bauern in Form von Geld, Haustieren bzw. Naturalien.

Wirtschaft - Gesellschaft

Entwicklung im Gebiet Helpup

1904

Fertigstellung der  Bahnstrecke Hameln - Bielefeld

Von  großer wirtschaftlicher Bedeutung für das Gebiet Helpup war  die Fertigstellung der Bahnstrecke Hameln - Bielefeld.

Anfangs trug der Bahnhof den Namen Kachtenhausen.

Auf Anregung von Carl Waldhecker wurde er umbenannt in Bahnhof Helpup.

1908

Gründung Schützenverein Helpup

Das Gesellschaftleben wird geprägt vom Schützenverein Helpup.

Zum Ausschießen des Königs diente ein kleiner Schießstand am nordwestlichen Teil des Kruggartens.

1911

Turnverein Helpup

Unter Leitung von August Kopp aus Mackenbruch trafen sich 1911 dreißig Bürger im Alten Krug und gründeten den Turnverein Helpup.

Großes Vorbild für alle Turner  und Turnerinnen war Turnvater Jahn.

Übungsstätte war bis 1956  der mit Turngeräten ausgestattete Saal im Gasthaus Alter Krug und  danach die neuerbaute Turnhalle "Am Kopphof".

16. Juli 1913

Erste Postfiliale Helpup

Die Oberpostdirektion Minden eröffnete am 16. Juli 1913 die erste Postfiliale im Gasthaus von Hermann Waldhecker am Bahnhof Helpup.

(Sohn von Franz Hermann Waldhecker)

1829 /1830

Neubau Fachwerkbau Krugwirtschaft Alter Krug

Währentrup Nr. 10

Mit dem Privileg "Kruggerechtigkeit"

wurde die Grundlage für die zukünftige Krugwirtschaft

"Alter Krug" geschaffen!

Ein Fachwerkbau unter einem Krüppelwalmdach mit zwei Deelentoren jeweils zur Westseite und Ostseite.

Auf der Deele konnte durch die Luke Heu und Stroh auf den Dachboden gereicht werden. Kauffahrer und Handwerker konnten ihre Pferde und Ware auf der Deele mit Pferdestall unterbringen und  selbst ihr Quartier im Stroh herrichten.

Der Torbogen 

wurde mit kunstvollem Schnitzwerk eine Zierde des Hauses!

Im Torbogen stehen die Worte:

ANNO 1829

LIESSEN DIESEN BAU ANFANGEN.

FRIEDRICH AUGUST HELPUP UND FRAU HANIA ALTHOFS

AUS KACHTENHAUSEN

DURCH BEIDE IM JAHRE 1830

FORTGESETZT BIS ZUM JULI WO DER TOD SIE TRENNTE:

BEENDIGT AM 3TEN AUGUST

DURCH DEN ZURÜCKGEBLIEBENEN WITWER:

"DIE WEGE DES HERRN SIND WUNDERBARLICH ICH HOFFE

ER FÜHRT ES ZUM BESTEN HINAUS"

M.S.STRATE

Der im Torbogen geschitzte Drachenkopf ist Schatzhüter

und Symbol für Bewahrung des Hauses gegen Feind

und allerlei Ungemach.

Wappenzeichen Rose und Stern

ist ein Bekenntnis zum Landesherren.

Karl August Helpup

(Sohn des Erbauers des Fachwerkbau`s)

ist am 8. Oktober 1821 noch im alten Haus geboren.

Er war der letzte Wirt mit dem Namen Helpup.

Seine Tochter Juliane Emilie Helpup heiratete 1878

Franz Hermann Waldhecker aus Patthorst / Halle.

Durch die Einheirat in die Krugwirtschaft und durch den Verzicht der Brüder Albrecht und Gustav Helpup, wurde

1878

Franz Hermann Waldhecker  

Eigentümer der Besitzung Bauerschaft Währentrup Nr. 10

Juliane Emilie Helpup  -  Franz Hermann Waldhecker

Die Bilder hängen für jedermann sichtbar im Flur der Krugwirtschaft Alter Krug

1878

Generationswechsel

  • Epoche Helpup
  • Epoche Waldhecker

Dr. med. Albrecht Helpup

ließ sich als Augenarzt in Bielefeld nieder. Unabhängig davon wurde die familiäre Zusammengehörigkeit bis in die 1970er Jahre gegenseitig gepflegt.

Bis in die heutige Zeit prägen insbesondere Schreibtisch und Bücherschrank sowie weitere Möbel aus dem Besitz der Helpup`s

dem Wohnbereich von August Rettig.

Gustav Helpup

zeichnete, musizierte und unterrichtete an der "Rectorschule" in Oerlinghausen. Aus seiner Hand stammt 1895 das erste Werbeblatt von Oerlinghausen.

1906 schrieb Gustav Helpup zur Grundsteinlegung der Kirche zu Helpup ein Gedicht.

(Siehe PDF)

Familienname Helpup

In mehreren Gemeinden rund um den Hermann ist der Familienname noch vorhanden.

Krugwirtschaft Alter Krug im Strukturwandel

Zu Beginn der Ära von Franz Hermann Waldhecker erfolgte der Anbau eines großen Gebäudetraktes mit Scheune für Kutschwagen und Pferde. Auf der Gartenseite der Saalfläche wurde als Neuheit für Helpup eine Kegelbahn eingerichtet. Auf dem etwas gewölbten ca. 20 Meter langem Bahnbrett rollten die schweren unterschiedlich großen Kegelkugeln ins Ziel. Für den Rücktransport  der Kugeln  diente ein holzverkleideter Hohlraum in der Außenwand.

Bahnbretter. Kegelkugeln und Holzkegel sind noch vorhanden.

Die großen Investitionen und Schaffung einer neuen Grundstruktur von Franz Hermann Waldhecker  waren für eine nachhaltige sowie wirtschaftliche Entwicklung der Krugwirtschaft und Helpup von großer Bedeutung. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte fanden im Saal bis 1977 eine Vielfalt von Ereignissen, Veranstaltungen statt, insbesondere Bauernbälle.

Pflege der Geselligkeit

Skat im Jagdzimmer beim Glas Bier und Zigarre.

Die Biergläser waren mit dem jeweiligen Namen der Skatspieler versehen.

Schulwesen und Kulturleben

in der Bauerschaft Währentrup

18. Jahrhundert  bis Anfang 20. Jahrhundert

Das Schulwesen und Kulturleben in der Bauerschaft Währentrup wurde in dieser Epoche  von den Familien Helpup und Waldhecker mit geprägt. Anfangs wurden die Kinder in den Räumlichkeiten

der Krugwirtschaft betreut und unterrichtet.

1770

erfolgte der erste Schulunterricht in Helpup durch Schulmeister Tölke.

1800

Das erste eigene Schulgebäude wurde auf dem Eckgrundstück Bielefelder / Währentruper Straße gebaut.

Die "Alte Schule" hatte zwei Dienstwohnungen, eine für den älteren und eine für den jüngeren Lehrer sowie  zwei Klassenzimmer.

Alte Schule

1959 wurde die "Alte Schule"  abgerissen

1804

Spinnschule in Helpup

Bevor sich die Kinder an das Spinnrad setzen durften, besuchten sie zunächst die Spinnschule. Sie war obligatorisch; d. h.

jeder der keinen Beruf ergriff, mußte das Spinnen erlernen.

Die Garne kamen  aus Bielefeld. Der Spinnlohn betrug je nach Güte

1 1/2 und 1 Groschen.

1846

Die Spinnschule Helpup  wurde nach Oerlinghausen verlegt.

1891

Gegenüber der "Alten Schule" wurde die "Nebenschule" gebaut. Carl und Anna Waldhecker mit dabei.

1928

Grundsteinlegung  "Neue Schule"

1929

Einweihung "Neue Schule

Schulweg Bielefelder Straße

(heutige B 66)

31. August 1906 - Grundsteinlegung Kirche zu Helpup

Gedicht von Gustav Helpup

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